Genealogische Fachsprache (S)

 

  • Sachsenspiegel
    Ein in den 20er Jahren des 13 Jh. von dem »Ritter Eike von Repgow« geschriebenes Rechtsbuch. Der Sachsenspiegel umfasst hauptsächlich das überlieferte Gewohnheitsrecht aus dem Nordosten Deutschlands. Stammes- und Lehnsrechtsbestimmungen sind so einleuchtend und klar verständlich dargestellt, dass der Sachsenspiegel Vorbild für zahlreiche weitere Rechtsbücher wie u. a. den »Schwabenspiegel« und dem »Frankenspiegel« wurde.
    Dass Eike von Repgows Rechtsbuch so starke Wirkung entfalten konnte, lag neben seiner Nähe zu verbreiteten Rechtspraxis auch an der Berufung auf »Karl den Großen«, der als Urheber der Gesetze des Sachsenspiegels angesehen wurde. Eng angelehnt ist die Rechtssammlung aber vor allem an einige Bestimmungen der verschiedenen Gottes- und Landfrieden.
  • selig
    verstorben
  • sich selbst ranzionieren
    aus der Kriegsgefangenenschaft entweichen.
  • Sippe
    eine nicht scharf umrissene Gruppe miteinander verwandter Personen, in engerem Sinne die Gesamtverwandtschaft eines einzelnen Menschen (also auch mütterlicherseits).
  • Sippschafttafel
    andere Bezeichnung für Nachfahrentafel
  • Sölde
    kleiner Hof, dessen Ertrag nicht ausreichte, um eine Familie zu ernähren. Inhaber von Sölden übten meistens zusätzlich noch ein Handwerk aus.
  • Sosa, Hieronymus de
    Spanischer Familienforscher. Er ist der Begründer der Nummerierungsmethode nach Sosa, die er zum ersten Mal im Jahre 1676 verwendete.
  • Sosa-Stradonitz
    ist eine Numerierungsmethode für die Ahnenforschung.
    Sie wurde von dem spanischen Familienforscher Hieronymus de Sosa zum ersten Mal im Jahr 1676 und später von Stephan Kekulé von Stradonitz verwendet, der sie 1896 populär machte.
    Das Prinzip dieses Nummerierung ist recht einfach: der Probanden erhält die »Nummer 1« zugeordnet. In der Generation der Eltern erhält der Vater die »Nummer 2« und die Mutter die »Nummer 3«. In der nächsten Generation, der Generation der Großeltern, erhält der Großvater väterlicherseits die »Nummer 4« und die Großmutter väterlicherseits die »Nummer 5«.
    Daraus folgt, dass die Nummer jedes Vaters immer das Doppelte der Nummer seines Kindes ist, während die Nummer jeder Mutter das Doppelte der Nummer ihres Kindes plus 1 ist. So ist z. B. dem Großvater mütterlicherseits die »Nummer 6« zugeordnet, denn er ist der Vater der Mutter. Diese wiederum hat die »Nummer 3«; das Doppelte ergibt die Nummer des Großvaters.
  • Sphragistik
    Siegelkunde
  • Spindelmagen
    Blutsverwandte aus der weiblichen Linie, Kognaten
  • spurk
    Februar
  • Summengeld
    siehe Abgabe